Risikoanalyse, Risikobeurteilung und PL-Ermittlung
Die Risikoanalyse ist die systematische Identifikation und Bewertung aller Gefährdungen gemäß EN ISO 12100.
Die PL-Ermittlung ist die Berechnung und Bewertung des erforderlichen Performance Levels (PLr) für sicherheitsbezogene Steuerungen.
Die Risikobeurteilung ist die Grundlage für die CE-Konformität. Der Prozess wird mit dem WEKA Manager CE durchgeführt.
Risikobeurteilung nach EN ISO 12100 – Überblick
Bevor eine Maschine sicher betrieben und CE-gekennzeichnet werden darf, durchläuft sie einen klar definierten Prozess aus Risikoanalyse und Risikobeurteilung gemäß der harmonisierten Norm EN ISO 12100 (siehe Abbildung):
Risikoanalyse:
1. Grenzen der Maschine festlegen – Einsatzbereich, Betriebsarten und Lebensphasen definieren
2. Gefährdungen identifizieren – mechanische, elektrische, thermische und weitere Gefährdungsquellen erfassen
3. Risiken einschätzen – Schwerhiermite und Eintrittswahrscheinlichkeit möglicher Schäden bewerten. Damit wird für die Sicherheitsfunktionen der erforderliche Performance Level (PLr) ermittelt (siehe unten).
Risikobeurteilung:
4. Risiken bewerten – Gesamtrisiko im Vergleich zu akzeptablen Grenzwerten einordnen
5. Entscheidung: Wurde das Risiko ausreichend verringert? – zentrale Weiche im Prozess
Bei - Nein:
7. Maßnahmen zur Risikominderung einleiten – gemäß der zwingenden Reihenfolge:
8. (1) Inhärent sichere Konstruktion → (2) Technische und ergänzende Schutzmaßnahmen → (3) Benutzerinformation
Anschließend zurück in die Risikoanalyse – der Prozess ist iterativ, bis das Risiko ausreichend reduziert ist.
Bei - Ja:
6. Dokumentation des Ergebnisses und Risikoakzeptanz.
Dieser iterative Kreislauf ist das methodische Fundament jeder normgerechten CE-Kennzeichnung von Maschinen.
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